Posted on April 12, 2022, von & gespeichert unter Amos‘ News, ICAHD News.


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Am Mittwoch, den 30. März 2022, führte eine Gruppe von Siedlern ihre Herde auf das Weizenfeld eines Bauern aus Tuba (südliche Hebron-Hügel). Sie wurden aufgefordert, den Ort zu verlassen, aber kurz darauf kam eine andere Gruppe von Siedlern in Begleitung von Soldaten. Sie drangen in das Dorf ein, warfen Steine auf eines der Häuser und beschädigten zwei Autos. Die Soldaten unternahmen nichts, um den Angriff zu verhindern, und nahmen die Angreifer nicht fest.

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Am Dienstag, den 5. März 2022, entdeckten Landwirte aus Qusrah (nordöstlich von Jalud), dass fast 300 ausgewachsene Olivenbäume auf ihren Feldern in der Nähe der Siedlung Migdalim entwurzelt worden waren. Außerdem waren die Wirtschaftswege blockiert worden. Wegen der Nähe zur israelischen Siedlung können die Bauern aus Qusrah diese Felder nicht betreten, ohne sich vorher mit der Armee abzusprechen. Wahrscheinlich haben die Siedler die Absicht, ihre Siedlung zu erweitern.

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Rabbi Arik Aschermann berichtet folgendes über eine Unterhaltung mit dem israelischen Offizier Chen: Chen sieht kein Problem darin, dass Siedler aus Ma’ale Ahuvia – dem auch nach Israels Gesetzen illegalen Außenposten – das Land von Deir Jarir in verbrannte Erde verwandelt haben, er sagte, das Problem sei, dass wir – Menschenrechtsaktivisten – den Siedlern Probleme bereiteten, weil wir den Landbesitzer auf sein Land brachten. Seine Aufgabe ist es, die Ordnung aufrechtzuerhalten, Palästinenser auf ihr Land zu bringen, verstößt gegen die Ordnung, und wir sind Provokateure.

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Hier sind Daten des Negev Coexistence Forum:

Im Jahr 2021 hat die israelische Regierung 3004 Beduinenbauten im Negev abgerissen – ein neuer Rekord!

451 davon waren Wohnbauten.

2553 davon waren Bauten, die dem Lebensunterhalt dienten.

2591 Bauten wurden von ihren Besitzern abgerissen, unter der Drohung, dass der Staat sie abreißen würde, wenn sie nicht abgerissen würden, und dass die Besitzer die Kosten für den Abriss tragen müssten.

Im Jahr 2021 zerstörte der Staat 12 604 Dunam Getreideanbaufläche der Beduinen im Negev.

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In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, dem 26. auf den 27.4.22, drangen fast zehntausend jüdische Gläubige in das palästinensische Dorf Kifl Haris (in der Nähe von Salfit) ein, um an einem Ort zu beten, den sie „das Grab von Josua Ben Nun“ Noch bevor sie eintrafen, verhängte die Armee eine Ausgangssperre über das Dorf. Die Soldaten schossen mit Gummigeschossen und verwundeten einen Anwohner. Es stellte sich heraus, dass der Oberrabbiner David Lau dem Gebet beiwohnte!

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Am Mittwoch, den 4. Mai 2002, wies der Oberste Gerichtshof nach 22 Jahren juristischen Kampfes die Petitionen der Bewohner von acht palästinensischen Dörfern (die in dem von der IDF zur Schießzone erklärten Gebiet 918 im südlichen Hebron-Gebiet liegen) gegen die Absicht der IDF ab, ihre Häuser und Dörfer zu räumen. Die Bewohner können jederzeit deportiert werden. Damit hat der Oberste Gerichtshof dazu beigetragen ein Kriegsverbrechen zu begehen: die Deportation wehrloser Zivilisten aus ihren Häusern und Dörfern, die unter Besatzung stehen!

Nota bene: Die Erschwerung des Nachweises eines Besitzanspruchs für Palästinenser erleichtert der IDF die Deportation derjenigen, die in anderen Gebieten leben, die die Armee für Übungen und Manöver nutzt.

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Am Mittwoch, den 11. Mai 2002, kamen IDF-Soldaten in die Dörfer Fakhit und Markez in den südlichen Hebron-Hügeln und zerstörten zehn Wohnhäuser, zehn Schafställe und zerschnitten eine Wasserleitung.